Kirchentag in Münster: Grüne bieten Geld gegen Land

Kirchentagimpression.
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Es kommt Bewegung in die Kirchentagsdebatte. Ursprünglich wollte das Zentralkomitees der deutschen als Veranstalter eine Subvention in Höhe von 1,5 Millionen Euro. Die CDU hat zusammen mit Oberbürgermeister Lewe 1,2 Millionen Euro vorgeschlagen. Die Grünen lehnen es ab, finanzielle Mittel bereitzustellen und schlagen eine Alternative vor: Rabattierungen für kommunale Leistungen, wie sie von der Stadt oder ihren Töchtern auch anderen Großveranstaltern gewährt werden. So würde Münster nicht nur dringend benötigtes Geld einsparen; sie würde das ZdK wie jeden anderen Veranstalter behandeln.

Die Rede ist von Kongresstickets, Mietnachlässe, Ordnungs- und Reinigungsdienste, die es, wenn es nach den Grünen geht, dann für die Organisatorinnen und Organisatoren günstiger zu haben gäbe, nämlich zu Selbstkostenpreisen. „Die Stadtverwaltung erarbeitet mit den Verantwortlichen ein Leistungsverzeichnis der für die Durchführung des Katholikentages notwendigen städtischen Dienstleistungen und versieht sie mit einer Preisliste. Sofern diese Preisliste Rabatte oder Zahlungsverzicht enthält, begründet die Verwaltung dieses Entgegenkommen mit Hinweisen auf gleiche Unterstützungsmaßnahmen für andere Veranstalter in vergleichbaren Fällen“, heißt es in dem Änderungsantrag, den die Grünen in den Stadtrat einbringen werden. „Sonderregelungen, die das ZdK gegenüber anderen Veranstaltern begünstigen oder benachteiligen, sind nicht vorgesehen.“

Der daraus resultierende Leistungsvertrag, soll schließlich dem Haupt- und Finanzausschuss zur Beschlussfassung vorgelegt werden. Außerdem wird die Verwaltung der Stadt Münster angehalten, dem Veranstalter „bei dem Einwerben weiterer Drittmittel (Spenden und Sponsoren von lokalen und regionalen Partnern und Firmen) zu helfen“.

Da durch die Rabattierung eine Summe von 1,2 oder 1,5 Millionen Euro kaum zustande kommt, schlagen die Grünen einen Handel vor: den Ankauf von bebaubaren kirchlichen Grundbesitz zu Marktpreisen. Denn: „Die Stadt sucht bekanntlich dringend Flächen für den Bau von Flüchtlingsheimen, Kitas und bezahlbarem Wohnraum. Ein solches Geschäft würde beiden Seiten helfen, wichtige Aufgaben zu stemmen.“ Klingt nach einer kreativen und lukrativen Idee.

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