„Der eine Regen hat mit dem Klimawandel nichts zu tun…

Vorher / Nachher
Vorher / Nachher

…Aber alle Regen zusammen schon.“

„Wir müssen davon ausgehen, dass solche Wetterereignisse zunehmen und immer stärker werden“, mit diesen Worten begrüßte Nolten Kattentidt heute im Rathaus die Besucherinnen und Besucher der Veranstaltung „Nach den großen Regen“. Was er meinte waren die Fluten vom 28. Juli 2014. Und er machte keinen Hehl daraus, dass es seiner Meinung nach das Ziel in Münster sein müsse eine „Bürgerbewegung für mehr Klimaschutz“ zu schaffen, die sich als Teil einer weltweiten Bewegung für den Klimaschutz versteht. Aber wie macht man das? Mit wissenschaftlichen Fakten und und einem Schuss Psychologie.

Für die wissenschaftlichen Fakten war Miriam Köster zuständig. Sie lieferte in einer PPP den Besucherinnen und Besuchern den aktuellen Stand der Klimaforschung und der Klimapolitik. Da es nur noch ein Jahr ist zum Pariser Klimagipfel betonte sie, dass…

…die weltweite 2 Grad Leitplanke wichtiger ist denn je.

…bis 2070 weltweit die Co2-Emmissionen auf 0 sinken müssen.

…Klimaschutz „eine bezahlbare Investition in die Zukunft ist“.

…hierfür Einzelpersonen und die Gesellschaft als Ganzes gefordert sind.

…Industrieländer die Verantwortung tragen, Länder, die sich gerade industrialisieren, in Sachen Klimaschutz zu unterstützen.

…für das globale Problem des Klimawandels eine globale Lösung benötigt wird.

…es eines eines Klimaprotokolls bedarf, dass wissenschaftliche Erkenntnisse berücksichtigt, Transparenz schafft das 2 Grad Ziel sowie das 0-Emmissionsziel (bis 2070) rechtsverbindlich vorschreibt und hierfür auch das Mittel des Klagerechtes geschaffen werden sollte.

…möglichst viele Städte Selbstverpflichtungen eingehen sollten (Club der Metropolen).

Soweit so gut. Aber wie schafft man in der Bevölkerung das für die Reformen notwenige Klimabewusstsein? Matthias Wanner beleuchtete in seinem klimapsychologischen Vortrag die Defizite menschlicher Wahrnehmung und wie diese dazu führen, dass viele Menschen den Klimawandel ausblenden. Beispiel: „Lack of knowdlege Interferenz“, Accessibility/availability Efekte, atribute substitution. Dass für den Menschen Klimaveränderungen zeitlich und räumlich schwer feststellbar seien, so Wanner, würde in der Debatte um den Klimawandel den Klimawandelsskeptikerinnen und -skeptikern ein Vorteil eingeräumt. Wie man den Klimawandel einleuchtend und respektvoll kommuniziert zeigte er anhand der Homepage http://talkingclimate.org/. Ich danke allen Beteiligten und den OrganisatorInnen für diese tollen und lehrreichen Vorträge.

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