Killer-Coke in der Mensa? „AfD sitzt verkürztem Freiheitsbegriff auf“

Die Alternative für Deutschland in Münster hat behauptet, die Studierenden der Uni Münster würden durch den Wegfall von Coca-Cola-Produkten durch das Studentenwerk „bevormundet“ und „entmündigt“ (Siehe Westfälische Nachrichten vom 28.07.14).

Ich finde, die AfD sitzt leider einem verkürzten konsumistischen Freiheitsbegriff auf. Denn es gibt auch eine Freiheit jenseits von Marketingkampagnen, die junge Menschen als vergnügungssüchtig und einfältig stilisieren. Ein wahrhaft freier Mensch ist sich seinen Bedürfnissen und den Folgen seines Konsums bewusst. Er lässt ethisch fragwürdige Produkte stehen und sich freut, wenn sie nach und nach aus den Regalen verschwinden. Ein wahrhaft freier Mensch weiß, dass Freiheit nicht nur die Freiheit des Konsumenten, sondern auch die Freiheit derjenigen ist, die das Produkt, das er konsumiert, hergestellt haben. Und er hat die Kontrolle über seine Kaufentscheidungen, so dass er auch mal sagen kann: nein danke, ich habe genug, ich kaufe einfach mal nichts.

Ich kann das Studentenwerk zur Entscheidung Coca Cola zu verbannen nur beglückwünschen und gratuliere allen Studierenden, die sich in den vergangenen Jahren dafür eingesetzt haben. Denn es war ein lange und zähes Ringen.

Nachtrag: Die Grünen veranstalten am 19. September 2014 in Berlin einen Freiheitskongress. Dort wird über die „Freiheit des Einzelnen“ als „politischen Grundwert“ und die „Wahrung unserer ökologischen Lebensgrundlagen und eine gerechtere Gesellschaft“ debattiert werden. Sicherlich sehenswert.

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