Kommunalwahl 2014: Linksruck in Münster?

Kein Tortendiagramm

Die CDU und FDP verlieren kräftig, Grüne und SPD legen zu. Wird es im Rathaus zu Münster eine Koalition von SPD, Grüne und FDP geben oder eine Koalition von SPD, Grüne und Linke? Die Münstersche Zeitung spricht von einem „Linksruck“.

Mit einem Wahlergebnis der Parteien SPD (27,0 Prozent), Grüne (20,2 Prozent), Linke (5,0 Prozent) und Piraten (2,1 Prozent) existiert in den kommenden sechs Jahren mit insgesamt 54, 3 Prozentpunkten in Münster eine Mehrheit jenseits konservativer und marktliberalen Parteien. Vor allem im innerstädtischen Bereich haben die Wählerinnen und Wähler deutlich gemacht, dass sie Grünen und SPD eher zutrauen die Probleme in den Griff zu bekommen als der einstigen Stammhalterin, der CDU. Das macht endlich wieder den Weg frei für progressive Stadtpolitik.

Hatte der Wahlaufruf von Mehr Demokratie und Jugendrat mit dem Motto „Münster ist jung!“ Erfolg? Das kann man leider noch nicht sagen, weil die Wahl noch nicht statistisch ausgewertet ist. Was aber schon feststeht ist, dass Münster der Stadt-Land-Konflikt erhalten bleibt und die Wahlbeteiligung erfreulich gestiegen ist. Nun Sitzen im Stadtrat 72 Bürgerinnen und Bürger plus Oberbürgermeister. Wer eine Mehrheit von 36 Sitzen erringt, regiert Münster. Hier die Sitzverteilung: CDU 25 Sitze, SPD 19 Sitze, Grüne 14 Sitze, FDP 4 Sitze, Linke 4 Sitze, UWG-MS 1 Sitz, Piraten 2 Sitze, ödp 1 Sitz und AfD 2 Sitze. Die Wahlbeteiligung lag bei 59,7 Prozent.
Jede Stimme zählt! Das wurde am gestrigen Wahlabend auch dadurch bewiesen, dass es in zahlreichen Wahlkreisen besonders knapp war. So gewann ein CDU-Direktkandidat mit nur fünf Stimmen unterschied im Wahlkreis Gievenbeck-Süd. Im Wahlkreis Schützenhof/Hafen verlor ein Grüner Direktkandidat wegen nur zwei Stimmen. Gievenbeck-Nord ging mit einem Stimmenunterschied von 39 Stimmen an die SPD.

Ich selbst hätte 134 Stimmen mehr gebraucht, um in den Rat der Stadt Münster einzuziehen und werde das erst einmal verdauen müssen. Ich möchte allen Wählerinnen und Wählern, im Wahlkreis Piusallee, die mir ihre Stimmen gegeben haben, von ganzem Herzen danken. Ihr Stadtteil hat mich sehr für sich eingenommen. Ich hätte Sie gerne im Rat vertreten, aber es war sehr knapp. Selbstverständlich bleibe ich weiter Münster verbunden und für Sie im Stadtteil weiter Ansprechpartner in Sachen Kommunalpolitik.

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