Hallo zusammen, schön, dass Sie und ihr heute so zahlreich erschienen seid.
Ein besonderer Dank geht an dich, liebe Josefine Paul – toll, dass du dir die Zeit genommen hast, heute hier zu sein. Danke auch an dich, Tim Achtermeyer – schön, dich endlich einmal in Person zu sehen und nicht nur auf TikTok. Du machst dort wirklich einen großartigen Job.
Und ein herzliches Dankeschön an dich, Tilman Fuchs, für deinen enormen Einsatz im Wahlkampf. Wer deinen Terminplan kennt, weiß, was ich meine. Wer sieht, wie viel Herzblut du hier einbringst, der kann erahnen, mit welcher Kraft und Hingabe du dich auch als Oberbürgermeister für die Menschen in Münster einsetzen wirst. Darauf freue ich mich schon jetzt.
Gleichstellung ist vielleicht nicht das Wort, das in den meisten Gesprächen im Wahlkampf zuerst fällt – und doch ist es ein zentrales Thema. Denn Gleichstellung ist kein Randaspekt, sondern betrifft viele Bereiche des Alltags, in denen Menschen unmittelbar spüren, was es bedeutet, wenn sie eben nicht gleichgestellt sind.
Alle, die wahlberechtigt sind, sollten am Sonntag ihre Stimme abgeben können. Aber wie steht es um die Menschen in Senior*innenheimen, in Krankenhäusern oder in Justizvollzugsanstalten? Haben sie tatsächlich dieselben Möglichkeiten wie jene, die selbstverständlich in ihrem Stammwahllokal wählen gehen? Das Wahlrecht ist ein Grundrecht – und es gilt für alle.
Ähnlich ist es mit dem Recht auf Mobilität: Wie weit ist die nächste Bushaltestelle wirklich entfernt? Können Menschen mit Behinderung einen Bahnhof problemlos nutzen, den Bahnsteig wechseln, gibt es Aufzüge oder Rampen?
Oder denken wir an Alleinerziehende – meist Frauen –, die ihre Karrierepläne nicht aufgeben wollen und selbstverständlich auch am gesellschaftlichen Leben teilhaben möchten.
Alle Kinder haben das Recht, sich frei zu entfalten. Doch was bedeutet das für Arbeiter*innenkinder, für Kinder von Geflüchteten oder Zugewanderten in unseren Einrichtungen? Wie schaffen wir die Bedingungen, damit Bildung, Integration und Inklusion tatsächlich gelingen? Damit Kinder nicht ihr Leben lang die Versäumnisse unserer Institutionen mit sich tragen müssen?
Gleichstellung ist ein Grundpfeiler unseres Grundgesetzes und fester Bestandteil zahlreicher UN-Konventionen. Sie bedeutet die Angleichung der rechtlichen und sozialen Verhältnisse von Menschen, die im Prinzip längst gleichberechtigt sind. Mit anderen Worten: Gleichstellung heißt, unsere Realität an die Rechtslage anzupassen.
Es gibt noch viel zu tun. Umso mehr freue ich mich, dass wir heute gemeinsam darüber sprechen, wie wir diesem Ziel näherkommen können.
(gehalten am 11.09.2025 in Lolas Schicksaal. Es gilt das gesprochene Wort.)
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