Meine Bewerbung als Sprecher der Grünen in Münster

Liebe Freund*innen,

mein Name ist Jörg Rostek, ich bin 39 Jahre alt, lebe seit 2004 in Münster und wohne gemeinsam mit meiner Lebensgefährtin und unserem Sohn in einer Hausgemeinschaft in Albachten. Ich bin seit 13 Jahren Mitglied bei den GRÜNEN und bewerbe ich mich bei euch um die Position des Kreisverbandssprechers.

Meine Motivation

Meine Motivation für die Bewerbung ist die urgrüne Absicht, den Planeten für kommende Generationen zu erhalten. Ich bin davon überzeugt, dass gesellschaftlicher Fortschritt und das ‚gute Leben für alle‘ nur dann möglich sind, wenn wir den Planeten und seine Grenzen achten und die natürlichen Lebensgrundlagen schützen. Tun wir das nicht, ziehen wir uns selbst den Teppich unter den Füßen weg.

Als Partei vertreten wir diese Erkenntnis in den Parlamenten und haben bei der kommenden Bundestagswahl gemeinsam mit vielen Menschen die Chance, die Gunst der Stunde zu nutzen, um diese Erkenntnis in konkretes Handeln zu verwandeln.

Das wir auf einem guten Weg sind, dieses Ziel zu erreichen, zeigen die zunehmenden Angriffe von „Rechts“ und die Verleumdungen, die uns immer häufiger in den Social Media begegnen. Davon sollten wir uns aber nicht ins Bockshorn jagen lassen. Viele Menschen zählen auf uns. Deren Unterstützung wiegt viel mehr als Fake News und Hassbotschaften.

Die Bundestagswahl

Die Bundestagswahl am 26. September ist eine historische Chance. Nutzen wir sie nicht, werden wir das vielleicht den Rest unseres Lebens bereuen. Deshalb ist es wichtig, dass wir vollen Einsatz zeigen und alle Register ziehen. Es gilt, alle Kräfte und Synergieeffekte zu nutzen, um Vertrauen in grüne Ziele auf- und auszubauen.

Mit Maria Klein-Schmeink, die ich aus dem Vorstand des Bezirksverbandes Westfalen kenne, haben wir eine herausragende und erfahrene Kandidatin, die mit dem Thema Gesundheit ein Zeitgeistthema inne und gute Chancen auf das Direktmandat hat.

Warum ich vorbereitet bin

Im Folgenden möchte ich euch kurz darlegen, warum ich mich gut für das Amt des Kreisverbandsvorstandssprechers vorbereitet fühle. Falls der Text zu lang erscheint, so liegt das daran, dass ich euch und das Amt ernst nehme und die zahlreichen Facetten der Arbeit eines Kreisvorstandes abbilden möchte.

Die vielfältigen Aufgaben eines Vorstandssprechers kenne ich aus meiner beruflichen Tätigkeit als Geschäftsführer des GRÜNEN Kreisverbandes Hochsauerland und des Bezirksverbandes Westfalen sehr gut. In dieser Funktion habe bereits zwei Ortsverbände gegründet, zwei Wahlkämpfe organisiert (Europaparlamentswahl und Kommunalwahl) und bin durch meine Tätigkeit landesweit gut vernetzt. Vorstandssitzungen vorbereitet und geleitet habe ich schon häufig. Die Koordination politischer Botschaften und Projekte gehört zu meinem Tagesgeschäft. Als ehemaliger Bürgermeisterkandidat weiß ich, wie es ist, in der Öffentlichkeit zu stehen.

Als „Parteiorganisator“ befinde ich mich seit drei Jahren sozusagen im „Maschinenraum der GRÜNEN“ und mir ist bewusst, wie wichtig klare organisatorische Strukturen und Abläufe sind. Bei uns GRÜNEN kommt noch hinzu, dass wir eine erfreuliche Parteientwicklung (starkes Mitgliederwachstum, gute Umfrageergebnisse, u.v.m.) haben, die aber auch zahlreiche Herausforderungen (Mitgliederverwaltung, Personalfindung, u.v.m.) mit sich bringen. Mit vielen wurde ich schon konfrontiert. Wie unsere Partei sollten die Strukturen, die unsere Partei am Laufen halten, mitwachsen, damit wir uns nicht überheben.

Je mehr Zustimmung wir in der Bevölkerung bekommen und je mehr Verantwortung wir als Grüne tragen, desto mehr Fragen müssen wir beantworten, desto mehr müssen wir unsere Handlungen und Ziele erklären und umso mehr Kommunikation und Koordination ist erforderlich. Dafür braucht es die Breitschaft, auf die Menschen zuzugehen. Auch auf diejenigen, die uns bisher nicht gewählt haben. Ich bin überzeugt, dass wir so das Vertrauen, das die Stadtgesellschaft bisher in uns gesetzt hat genauso ausbauen können, wie unsere Wahlergebnisse. Dabei sollten wir uns stets bemühen, auch auf die Menschen in den Außenstadtteilen zuzugehen.

Da ich selbst bei der Partei angestellt bin und die internen Abläufe kenne, weiß ich um die Arbeitsbelastung einer Geschäftsführung. So kann ich unseren Angestellten auf Augenhöhe und respektvoll begegnen.

Als überzeugter Feminist und erfahrener Moderator weiß ich, wie wichtig eine offene, diskriminierungsarme und transparente Partei-, Gruppen- und Gesprächskultur ist. Hierbei ist es wichtig, auch mal die Perspektive zu wechseln und sich in die Lage anderer hineinzuversetzen.

Meine Tätigkeit und meine politischen Interessen haben mich bereits mit zahlreichen politischen Themenfeldern und Köpfen unserer Partei zusammengebracht. Klimagerechtigkeit, Demokratieförderung, der Einsatz für eine bunte und diskriminierungfreie Gesellschaft liegen mir am Herzen; mit durchaus erfolgreichen politischen Aktionen und Projekten habe ich mich als Teamspieler erweisen und die politische Kultur und Landschaft in Münster entscheidend mitgeprägt.

Als politischer Mensch und Münsteraner habe ich bereits mit zahlreichen Gruppen in Münster zusammengearbeitet. Von Fridays For Future über die Seebrücke, die Umweltverbände u.v.m. Viele Akteure sind mir bekannt und sie kennen mich. Mit zahlreichen politisch Aktiven haben sich über die Jahre freundschaftliche Bande geknüpft, so dass ein Grundvertrauen existiert, das bei der Kommunikation mit engagierten Gruppen eine große Hilfe sein wird.

Ich selbst bin Sprecher eines Vereins, der gemeinsam mit Geflüchteten und Zugewanderten Fahrräder repariert, um sie an Geflüchtete auszugeben. Außerdem bieten wir Fahrradkurse für zugewanderte Frauen an. Ich kenne so auch die Herausforderungen und Fallstricke des Ehrenamtes und kann mich gut in die Vereinskultur Münsters hineinversetzen.

Als grüner sachkundiger Bürger in einigen städtischen Ausschüssen begleite ich die Kommunalpolitik seit Jahren und kenne viele grüne Fraktionsmitglieder persönlich. Die aktuellen kommunalen Diskussionen sind mir bekannt. Als Kreisverbandsvorstandssprecher wäre für mich eine offene Gesprächskultur mit der Fraktion selbstverständlich, auch wenn Partei und Fraktion mal unterschiedlicher Meinung sein sollten.

Öffentlichkeitsarbeit und Social Media gehören für mich selbstverständlich dazu. Facebook, YouTube, Instagram sind keine Unbekannten für mich. Hier hat der Kreisverband in den vergangenen Jahren Fortschritte gemacht, die ich helfen möchte auszubauen. Da ich kulturell vielseitig interessiert bin, kenne ich den Unterschied zwischen Daggi Bee und Rezo genauso gut wie den Unterschied zwischen Udo Jürgens und Roland Kaiser.

Eine Anregungs-, Ideen- und Projektliste

Im Vorfeld meiner Kandidatur habe ich mit zahlreichen GRÜNEN Mitgliedern telefoniert und sie nach ihrer Meinung über den Kreisverband und zukünftige Herausforderungen gefragt. Dabei sind ein paar Projektvorschläge entstanden, die ich euch in aller gebotenen Kürze darstellen möchte.

1. Jahresplanung ausarbeiten: Um die organisatorischen Abläufe zu optimieren und die Planung für alle Grünen zu erleichtern, sollten wir einen Jahresplan aufstellen, in den alle wichtigen Termine einfließen und dann einsehbar sind. So kämen wir Mitgliedern in zeitaufwendigen Lebenssituationen aber auch unseren Mandatsträger*innen entgegen und würden langfristig die Planungssicherheit und den Informationsfluss genauso erhöhen wie die Teilnehmer*innenzahl an grünen Veranstaltungen.

2. Planungsziele für kommende Evaluationen: Wann ist ein Kreisverband eigentlich erfolgreich? Wann haben Kampagnen und Aktionen gut funktioniert? Es gibt politische Kennzahlen wie Mitgliederzahlen, Wahlergebnisse, Teilnehmer*innenzahlen zu Veranstaltungen, Reichweite der Social Media, u.v.m. die man festlegen kann, um politischen Erfolg zu messen, so dass man langfristig politische Strategien überprüfen und verbessern kann. Als Kreisverband sollten wir uns nicht scheuen, diese intern festzulegen um langfristig Abläufe zu verbessern.

3. Innerparteiliche Projekte unterstützen „Mitgliederhaushalt“ einrichten: Auf der vergangenen Mitgliederversammlung haben wir einige Projekte befürwortet, damit sie auf Landesebene als Ideen für das projektorientierte Wahlprogramm eingereicht werden können. Dieses Vorgehen könnten wir auf den Kreisverband übertragen, indem wir unseren Mitgliedern die Chance geben, gemeinsam Projektideen für den Kreisverband einzureichen. Leider ist es oft so, dass finanzielle Mittel in den Haushalt des KV eingestellt werden, beispielsweise für politische Aktionen, die dann nicht abgefragt werden. Diese Mittel könnten für die eingehenden Ideen verwendet werden. Welche Ideen und Projekte umgesetzt werden sollen, könnte die Mitgliederversammlung entscheiden. Auch könnte man per Onlinevoting ein Ranking ermitteln.

4. Lebenssituationsorientierte Gemeinschaftsgruppen: Bisher haben wir zahlreiche Arbeitsgemeinschaften zu diversen politischen Themen. Einige arbeiten der Fraktion zu, andere arbeiten in die Zivilgesellschaft hinein. Viele unserer Mitglieder nehmen allerdings kaum an diesen Treffen teil; vielleicht, weil sie noch kein Thema „gefunden“ haben oder weil sie zeitlich familiär oder beruflich stark eingespannt sind. Die Kreismitgliederversammlungen und AG-Sitzungen sind oft stark geregelt und finden unter Zeitdruck statt. Gleichzeitig haben wir als GRÜNE aber auch den Anspruch, die Lebensrealität der Menschen aufzunehmen, Beteiligungshürden abzubauen und eine offene Gesellschaft aufzubauen. Um neue Impulse aus der Mitgliederschaft aufzunehmen und mehr Interesse an der Parteiarbeit zu generieren, schlage ich deshalb vor, dass der Kreisverbandsvorstand den Mitgliedern verstärkt die Möglichkeit gibt, lebenssituationsorientierte Gruppen aufzubauen. So könnte es die Gruppe „Grüne Familien“ oder „Grüne Gewerkschaftsmitglieder“ genauso geben wie „Grüne Alleinerziehende“, „Grüne Veganer*innen“ oder „Grüne Zugewanderte“. Das schafft Gemeinschaft, vielleicht einen lebendigen Austausch unter unseren Mitgliedern und bietet uns GRÜNEN die Chance, politische Impulse aufzunehmen.

Auch wenn die Bundestagswahl zunächst im Vordergrund steht, wollte ich gerne diese Ideen mit euch teilen. Falls ihr Rückfragen zu mir, meiner Kandidatur oder zu Inhalten meiner Bewerbung habt, schreibt mir einfach eine Mail. Ein Telefontermin lässt sich sicher auch finden.

Grüne Grüße,

Jörg

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