Erklärt Münster bald den Klimanotstand?

Denkt man an das Fischesterben im Aasee vergangenes Jahr und den Hitzesommer oder an den Starkregen, der Münster im Juli 2014 heimsuchte, kann getrost von Ausnahmezuständen gesprochen werden. Und trotz des Pariser Klimaschutzabkommens scheinen die eindringlichen Botschaften, die die Natur verschickt und die durch die Klimakrise ausgelöst werden, noch längst nicht bei allen Menschen – geschweige denn bei der Mehrheit der Politiker*innen – angekommen zu sein.

Um einen eindeutigen Weckruf zu senden, ist die sogenannte Klimanotstands-Bewegung entstanden. Das sind Gruppen, die, wie beispielsweise in NRW, Anträge in Gemeinde- und Stadträte einreichen, so dass eine Stadt per Beschluss symbolisch den „Klimanotstand“ erklärt. Für Münster hat Fridays For Future am 6. Mai 2019 einen entsprechenden Antrag eingereicht.

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„Fridays“ geht davon aus, dass der Antrag am 22. Mai in der Ratssitzung entschieden werden kann. Per Unterschrift können sich alle Bürger*innen Münster hinter die Forderung stellen.

Link zur Notstands-Petition: https://www.openpetition.de/petition/online/ausrufung-des-klimanotstandes-in-muenster

Kernanliegen der Klimanotstandsbewegung, die bereits in zahlreichen Kommunen aktiv ist und beachtliche Erfolge feiern kann, ist es, die Menschen für die Gefahren der Klimakrise zu sensibilisieren und die gewählten Interessensvertreter*innen zu effektiven CO2-reduzierenden Maßnahmen zu ermutigen. Unter anderem soll die Stadtpolitik in Münster nach Ausrufung des Notstandes folgende Ziele verfolgen:

  • Die Stadt Münster soll die Auswirkungen auf das Klima sowie die ökologische, gesellschaftliche und ökonomische Nachhaltigkeit bei jeglichen davon betroffenen Entscheidungen berücksichtigen und wenn immer möglich jene Entscheidungen prioritär behandeln, welche den Klimawandel oder dessen Folgen abschwächen.
  • Die Stadt Münster soll von der Bundesregierung fordern ihre Anstrengungen in allen Sektoren deutlich stärker am Klimaschutz zu orientieren, um ihrer globalen Verantwortung gerecht zu werden.
  • Die Stadt Münster soll umfassend über den Klimawandel, seine Ursachen und Auswirkungen sowie über die Maßnahmen, welche gegen den Klimawandel ergriffen werden, informieren. Der Rat der Stadt Münster soll den Oberbürgermeister auffordern, dem Rat und der Öffentlichkeit alle sechs Monate über Fortschritte und Schwierigkeiten bei der Reduktion der Emissionen Bericht zu erstatten.

Da ich die Forderungen der Fridays For Future-Bewegung teile, gehöre ich zu den Erstunterzeichner*innen und würde mich freuen, wenn sich viele Menschen dieser Initiative anschließen.

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