Endlich auf der Leeze – Fahrradkurs für Flüchtlingsfrauen gestartet

K800_GruppenbildSie kommen aus Pakistan, Indien, Syrien, Ägypten, Kamerun, Tadschikistan, Afghanistan, Armenien, Albanien und der Ukraine und leben nun unter anderem in Einrichtungen in Nienberge, Gievenbeck, Roxel, Berg Fidel, Mariendorf und Münster-Mitte. Ihnen allen sind drei Dinge gemein: sie sind Frauen, sie sind Flüchtlinge und sie wollen in Münster Fahrrad fahren lernen. Jetzt hat in den Räumlichkeiten des ADFC der die Einführungsveranstaltung für den zweiten weiteren vom „Integrations Forum Flüchtlinge Münster“ (IFFM) iniitierter Fahrradlehrgang begonnen.

Die Radfahrtrainer des ADFC präsentierten den 21 Frauen den Ablauf des 11-teiligen Lehrgangs. Und machten ihnen mit Hilfe von Videobeiträgen über vergangene Fahrradkurse Mut. Es interessierte sie, warum sie Fahrrad fahren lernen wollen. Die Flüchtlingsfrauen antworteten selbstbewusst, dass sie am Kurs teilnehmen, um – wie alle Münsteranerinnen und Münsteranern – schneller unterwegs zu sein, mit dem Fahrrad die schöne Landschaft genießen zu können und – selbstverständlich – später auch ihren Kindern das Fahrrad fahren beizubringen.

K800_Gemeinsam lernen
Foto: Rostek

Manfred Spitz, Vereinsvorstand, erklärt, was ihn zur Gründung des „Integrations Forums Flüchtlinge Münster“ bewegte: “ Mit den Fahrradkursen holen wir sie aus ihrer migrationsbedingten Isolation heraus. Flüchtlinge brauchen Mobilität – vor allem im Alltag. Mit dem Fahrrad in Münster unterwegs zu sein, ermöglicht es ihnen, ihrer unmittelbaren Umgebung und schließlich ihre neuen Stadt sprichwörtlich zu erfahren. Wir können den Verlust an Heimat, den die geflüchteten Frauen erlitten haben nicht ersetzen, aber wir können dazu beitragen, dass sie glücklicher sind.“

Hintergrund

Der Verein „Integrations Forum Flüchtlinge Münster“ (IFFM) hat sich am 10. August 2015 gegründet. Der gemeinnützige Verein will Maßnahmen für die Flüchtlinge durchführen, die im Alltag gebraucht werden und die Teilhabe am bürgerlichen Leben ermöglichen und Möbilität fördern. Einer Fahrradstadt würdig will er Radfahrkurse für Flüchtlingsfrauen organisieren, um zur „Förderung der sozialen Mobilität mit Hilfe des Fahrrades hin zu einem selbstbestimmten Leben“ beizutragen.

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