Zu Besuch im Kinderhauser Sozialladen „Obulus“

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Die „Sozial-AG“ und die Oberbürgermeisterkandidatin des Kreisverbandes von B90/Die Grünen/GAL, Maria Klein-Schmeink, in den Räumen des „Obulus“-Sozialladens in Kinderhaus im Austausch mit dessen Mitarbeiter*innen, Foto: Rostek.

In Kinderhaus zu Münster gibt es eine Anlaufstelle für Menschen, die nichts haben, aber etwas brauchen. Zum Beispiel einen Tisch. Oder eine Couch. Oder einen Stuhl. Tassen, Teller; kurz: alltägliche Nutzgegenstände. Die Rede ist vom so genannten Sozialladen  „Obulus“. Dort können freigiebige Münsteraner*innen Haushaltswaren und Möbel spenden, die danach an bedürftige Münsteraner*innen gegen eine sachgerechte geringe Geldspende vermittelt werden.

Die Einrichtung bietet zwar keine langfristige Arbeitsmarktperspektive, aber konkrete Hilfe in der Not. Dabei geht es nicht nur um Möbel, sondern auch um die Ausgabe von Lebensmittelgutscheinen. Die Zahlen sprechen Bände. Pro Jahr verteilen die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Obulus Gutscheine im Wert von 25.000 Euro. Mittlerweile machen sie auch Hausbesuche und bieten nicht nur „Schnäpchen“ („Wenn es kalt wird, wird nach Decken gefragt“), sondern auch Gespräche und Geselligkeit.

Die Einrichtung von christlichen Gemeinden, der katholischen Kirchengemeinde St. Marien und St. Josef getragen, was im Ungang mit den „Kund*innen“ eine untergeordnete Rolle spiele, sagt Ursula Tölle, Mitbetreiberin des Sozialladens und Caritasvorstand. Unter den Besucherinnen und Besucher, so geben die Betreiber*innen des Obulus Auskunft, seien zahlreiche Muslim*innen. Wein- und Biergläser, seien deshalb Ladenhüter. „Für uns ist Gottesdienst etwas, was nicht unbedingt in einer Kirche stattfinden muss. Der Dienst am Nächsten ist unser Gottesdienst“, so Tölle. Ein Standpunkt, den der Sozialladen auch bei Beihilfe zur Koordination der Hilfsgüter- und opferhilfe nach der Starkregenflut vor sieben Monaten unter Beweis gestellt hat.

Angeschlossen ist der Obulus-Sozialladen an den Trägerverein der Kinderhauser Arbeitslosen-Initiative (KAI) e.V. Wer das Angebot des Sozialladens nutzen will, bekommt bei eine Berechtigungskarte („OBOLUSkarte“) ausgestellt. Sie wird vom Sozialbüro Kinderhaus, KAI e.V., der Schuldnerberatung der Diakonie und der Begegnungszentrum Sprickmannstraße ausgestellt. Dabei agiert Obulus von der Diakonie finanziell unabhängig, denn soziale Basisarbeit sei von der Stadtkirche, also vom Bistum, im Haushaltsplan nicht vorgesehen.

Öffnungszeiten:

Dienstag 16.00 – 18.00 Uhr

Mittwoch 10.00 – 12.00 Uhr

Donnerstag 10.00 – 12.00 Uhr

Diese Öffnungszeiten sind auch die Abgabezeiten für Spenden.

Weitergehende Informationen entnehmen Sie bitte dem OBOLUS-Konzept.

Kontakt: Diesterwegstraße 4, 48159 Münster
(Anfahrt/Zugang vom Parkplatz Pestalozzistraße)
Tel.: 0251 / 62 56 19 26 (Anrufbeantworter)

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