Ein „versüßter“ Abend

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Premierenparty von „Joseph Süß“ im Theatercafé.

Liebe Opernfans und diejenigen, die es werden wollen oder noch niemals daran gedacht haben es zu werden,

wenn man an Oper denkt, denkst man in der Regel nicht an Antisemitismus. Aber seit heute hat das Stadttheater ein Statement gegen den historischen und aktuellen Antisemitismus geliefert, das sich gewaschen hat. Ich komme nicht umhin, das politisch zu deuten, denn es war eine Glanztat. Eine rundum gelungene Premiere, eines Stückes, Joseph Süß, dem ich viele ausverkaufte Vorstellungen wünsche.

Musik, Gesang, Schauspiel: ein Einklang gegen jede Konvention. Voll des Lobes muss man sein, wenn man erleben durfte, wie die Interpreten die Geschichte des Joseph Süß Oppenheimer, seines Zeichens einst Finanzrat am Württembergischem Hof, in Szene gesetzt haben. Ich möchte an dieser Stelle keine großen Worte verlieren, das sollten andere in den Kulturseiten der Zeitungen tun. Ich möchte nur kurz aussprechen, was ich denke: nicht verpassen! Soviel fanzinierende Dekadenz, herrlische Selbstentlarvung der Aristokratie und des religiösen Fanatismus war selten. Großartiges Schauspiel. großartige Musik. Großartiger Gesang. Das eine Oper so was kann, widerlegt jedes Vorurteil. Mehr davon! Soviel künstlerischer Mut und Raffinesse muss belohnt werden.

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