Ein typisches Ergebnis einer autoritären gelenkten Demokratie sieht man in der Türkei. Die Inflation beläuft sich auf 68,5 Prozent. Mehr als die Hälfte der arbeitenden Bevölkerung lebt vom Mindestlohn (der in der Türkei sehr niedrig angesetzt ist). Viele Türk*innen müssen sich, um über die Runden zu kommen, verschulden. So reißen diejenigen, denen religiös-konservative Werte wichtiger sind als Pressefreiheit und die freie Meinungsäußerung (= AKP-Wähler*innen) die türkische Jugend mit in den Abgrund. Vielleicht hat der Jahrestag des 2023 in der Türkei stattgefundenen Erdbebens doch einige AKP-Wähler*innen wachgerüttelt. 60.000 Menschen sind damals gestorben u.a. weil das Krisenmanagement fatal schlecht war und sogenannte Schwarzbauten, die illegal errichtet und dann später von der Regierung legalisiert worden waren, zusammengestürzt sind. Irgendwann bricht halt auch bei autoritären Regimen irgendwann das Lügengebäude ein. Je früher, umso besser, will man da sagen. Die gute Nachricht ist: wo es echte Wahlen gibt, gibt es auch Hoffnung. Das zeigt gerade auch die Türkei.
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