Lob für münsteraner Teilnahme an Open NRW

Jörg Rostek von Mehr Demokratie Münster, freut sich über die Teilnahme der Stadt Münster an „OpenNRW“. Ziel des Landesprogramms ist es, den Bürgerinnen und Bürgern städtisches Wissen in digitaler Form zur Verfügung zu stellen. Das bietet neue Chancen; nicht nur was die Verbesserung städtischer Serviceeinrichtungen betrifft, sondern auch für die Entwicklung der kommunalen Demokratie.

Rostek erklärt: „Es geht nicht nur darum, dass die Leute schneller einen Parkplatz oder eine freie Kita finden, sondern auch um die Föderung der Bürgerbeteiligung. In einer demokratischen Gesellschaft sind Informationen das A und O. Wer mitreden will, muss Bescheid wissen. Wenn Stadtverwaltungen ihr Wissen mit den Bürgerinnen und Bürgern teilen, schaffen sie Vertrauen und sorgen dafür, dass die Menschen ‚ihre Stadt‘ – und die Entscheidungen der Kommunalpolitik – besser nachvollziehen können.“

Allerdings ist das Gelingen eines Open Data – Projekts an Voraussetzungen geknüpft. Insbesondere die nutzerfreundliche Darstellung und Aufbereitung digitaler Daten, stellt eine Herausforderung dar. Expertinnen und Expertin in Sachen Open-Data weisen regelmäßig darauf hin, dass ein Gewinn nur dann gegeben sei, wenn die Daten als Rohdaten bereitgestellt würden und sie durch Suchmaschinen gefunden werden könnten. Die Dateiformate sollten „offen“ sein, also nicht von gewinnorientierten Unternehmen stammen. Ebenso sollten die Datenmengen vollständig, zeitnah, barrierefrei, kostenlos und lizenzfrei zur Verfügung gestellt werden. Sonst würden Menschen von der Nutzung der Daten ausgeschlossen.

Anfänge sind gemacht

In Münster arbeitet nicht nur der Verein Mehr Demokratie, sondern auch die Initiative http://codeformuenster.org/ auf die Einführung eines Open Data -Portales hin. Diese Gruppe hat bereits erfolgreich praktische Anwendungen zu ausgewählten Lebensbereichen der Münsteranerinnen und Münsteraner programmiert und frei zur Verfügung gestellt. Darunter unter anderem eine Visualisierung des städtischen Finanzhaushalts, die Darstellung beliebter Laufrouten und die Standorte der münsteraner Wochenmärkte. „Vom Wissen der Gruppe und deren Erfahrungen könnte die Stadt Münster profitieren“, meint Rostek. Außerdem zeige das Portal „Offenes Köln“ was in Sachen Open Data bereitws umgesetzt worden sei. Open Data Portale gebe es außerdem in Hamburg und Berlin, für Bayern und Baden-Württemberg. Auch hier wäre ein Erfahrungsaustausch sinnvoll.

Aufruf zum Pilotprojekt, an dem Münster nun teilnimmt: https://open.nrw/de/content/kommunales-open-government-nrw

Weitere Informationen unter www.nrw.mehr-demokratie.de

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