Großerfolg der TTIP-GegnerInnen macht Lust auf mehr – Nächstes Treffen am 4.11.

Die „Tagesschau“ und „ZDF heute“ haben über den Europäischen Aktionstag gegen das TTIP und die Aktionen des Bündnisse „Stop TTIP“ berichtet. Dei Arbeit von tausenden Freiwilligen und Aktiven haben also das Thema „Freihandel“ in die Wohnzimmer der Republik gebracht. Das ist vor allem ein medialere Erfolg. Spätestens jetzt kann keiner mehr behaupten, er hätte noch nie von den Gefahren, die von TTIP ausgehen, gehört.

Gleichzeitig sind tausende Menschen auf die Straßen gegangen und haben – wie in Münsters Stubengasse, friedlich und gemeinsam – an über 3.700 Orten demonstriert und Unterschriften gesammelt. Allein an dem besagten Aktionstag-Samstag wurden europaweit merh als 250.000 Unterschriften gesammelt. Bisher sind mehr als 500.000 Unterschriften zusammengekommen. Damit hat die selbstorganisierte Europäische Bürgerinitiative (sEBI) eine selten gesehene Dynamik entwickelt.

Doch der Erfolg der bisherigen Proteste geht weit über Zahlen hinaus. Denn tatsächlich haben für diesen Tag zahlreiche Organisationen nicht mehr nebeneinander, sondern miteinander gearbeitet. Parteien, die sich üblicherweise eher bekämpfen und gegeneinander konkurieren, sind über ihren Schatten gesprungen, haben sich solidarisch verbündet, engagiertes Personal und sogar Finanzen gestellt und ihre bisher politisch gesammelten Erfahrungen für ein gemeinsames Ziel zusammengeworfen. Das ist alles andere als selbstverständlich. Dadurch entwickelt sich eine Schlagkräftigkeit, welche die sich in den Einzelbündnissen vor Ort kanalisiert und gegen den gemeinsamen Gegner TTIP richtet. Das kann ausgebaut werden. Jetzt für die Zukunft.

Damit ist das Fundament für ein erfolgeriches Bündnis gegen TTIP gelegt, das nicht anhalten, sondern weitermachen will. Schließlich ist das Thema TTIP noch nicht beerdigt und Brüssel steht alles andere als still. Jetzt wollen sie die Schiedsgerichtsverfahren möglicherweise rausnehmen. Umwelt- und Sozialstandard schweben aber selbst dann immernoch in Gefahr.

Das Bündnis trifft sich das nächste Mal am 4. November 2014, 19.30 Uhr im Institut für Theologie und Politik in der Friedrich Ebert Straße 7 (Hinterhof, 2. OG). Ich möchte euch alle einladen, dabei zu sein, Ideen einzubringen; sprich: mitzumachen. Das Bündnis kann jede Unterstützung und jeden kreativen Kopf gebrauchen. Es gilt noch viele Unterschriften zu sammeln und Druck auf die Verantwortlichen in Berlin und Brüssel aufzubauen. Auf geht’s!

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