Meine Rede auf der Wahlparty der GRÜNEN in Münster

Liebe Freund*innen, liebe Mitstreiter*innen, herzlich willkommen auf der Wahlparty von BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN. Schön, dass ihr alle da seid. Wir werden heute einen spannenden Wahlabend erleben. Kommt die neoliberale D-Day-Partei, die FDP, über 5 Prozent und damit in den Bundestag? Wahrscheinlich nicht. Wird es die Linke schaffen oder nicht? Wahrscheinlich schon. Kommt das BSW rein? Wahrscheinlich nicht. Kommen CDU/CSU auf über 30 Prozent? Hoffentlich nicht. Schafft die AfD wirklich über 20 Prozent? Bitte nicht. Schaffen wir als GRÜNEN ein besseres Ergebnis als die SPD? Das wäre was. Und holen wir zum zweiten Mal hintereinander das Direktmandat in Münster? Damit rechne ich fest. Das sind Fragen, die heute durch die Wähler*innen beantworten werden.

Freude und Entsetzen werden heute Abend eng beieinanderliegen. Es wird ein sehr dynamischer Wahlabend werden. Mit knappen Ergebnissen ist zu rechnen. Und genau deshalb, ist es so wichtig gewesen, dass wir gemeinsam um jede Stimme gekämpft haben und dafür möchte ich euch allen im Namen des Kreisverbandsvorstands meinen Respekt und meinen aufrichtigen, tiefgehenden, Liebe erfüllten Dank für diese Gemeinschaftsleistung aussprechen. Das war spitze.

Ich habe gestern Abend alle Nachrichten in den Messenger-Gruppen, die wir für den Wahlkampf gegründet haben, gelesen und da hat sich mir nochmal gezeigt, mit wie viel Engagement und Einsatz wir in diesen Wahlkampf gegangen sind. Keine dieser Gruppe hat weniger als 150 Mitgliedern. Die Größte ist die Flyergruppe mit 249 Mitgliedern.

Die GRÜNE Gemeinschaft, die wir in Münster haben, feiern wir heute. Viele von uns, wenn nicht sogar unser Kreisverband insgesamt, gehen anders aus diesem Wahlkampf heraus, als sie reingegangen sind. Viele von uns haben zum ersten Mal Wahlkampf gemacht haben. Zum ersten Mal Flyer verteilt. Zum ersten Mal am Infostand. Zum ersten Mal Plakate aufgehängt. Zum ersten Mal bei einer Veranstaltung mit Robert Habeck Ordner*in gewesen oder anders mitgeholfen. Zum ersten Mal Beiträge der GRÜNEN auf Social Media geteilt. Zum ersten Mal sich im Gespräch mit anderen als GRÜNE geoutet und Leute überzeugt. Heute sind wir 1863 Mitglieder. Das heißt, seit dem Ende der Ampelkoalition am 6. November 2024 sind über 500 Neumitlgieder eingetreten. Das ist ein Wachstum von über 36 Prozent. Demnächst werden wir unser 1.900stes Mitglied begrüßen.

Heute entscheidet sich in welchem Land wir zukünftig leben werden. Hält die Brandmauer gegen Rechtsaußen? Bekommen wir mehr soziale Gerechtigkeit, einen wahren Frieden für die Ukraine, den notwendigen Tier- und Umweltschutz und den dringend notwendigen und alternativlosen Klimaschutz? Gibt es ein bezahlbares Leben für alle? Kurz: schaffen wir die Versöhnung des Menschen mit der Natur, eine ökologisch-soziale Marktwirtschaft und eine lebenswerten Welt für uns und kommende Generationen? Unsere Antwort als GRÜNE ist Ja, ja und nochmals ja, liebe Freundinnen und Freunde.

Wir haben gewusst, dass es hart wird. Wir wussten, dass es kalt wird. Dass wir angegriffen werden. Dass die Diskussionen auf der Straße, an den Infoständen hart werden würden. Dass unsere Plakate in Massen zerstört werden würden und das ist auch teilweise passiert. Aber viel wichtiger als dass wir das wussten, war, wie wir damit umgegangen sind. Nämlich selbstbewusst. Wir haben uns davon nicht unterkriegen lassen. Wir haben Zerstörung in Zuversicht und positive Energie verwandelt und weiterhin unseren Wahlkampf durchgezogen, uns auf diejenigen konzentriert, die sich konstruktiv mit uns austauschen wollten, die uns auch kritisiert haben, aber bei denen vielleicht noch ein kleiner Funke GRÜNEN Lebens zu finden war. Und genau das hat vielleicht den Unterschied gemacht. Danke dafür.

Und eine Frau, die mit uns diesen Wahlkampf in erster Linie geführt hat, die alle Höhen und Tiefen, die Heftigkeit dieses kurzen aber harten Wahlkampfes erlebt und wohl am intensivsten gespürt hat. Die sich mit ihrem ganzen Wesen in diesen Wahlkampf geworfen hat, die gesagt hat: ja, ich will eure Direktkandidatin sein und mit euch das Direktmandat in Münster verteidigen und die die Fußstapfen der wunderbaren Maria Klein-Schmeink treten, der gebe ich nun das Wort. Ich bitte um einen donnernden, lauten und tosenden und mit Leidenschaft erfüllten Applaus für Sylvia Rietenberg.

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