Antenne Münster hatte mich kurz nach dem Rücktritt des GRÜNEN Bundesvorstandes nach einem Statement gefragt. Hier ist es dokumentiert.
1. Die Entscheidung des Bundesvorstandes verdient tiefen Respekt. Wir danken Ricarda, Omid und dem gesamten Bundesvorstand für die geleistete Arbeit. Diese Arbeit ist zu keinem Zeitpunkt leicht gewesen und unter den gegebenen Umständen bei den vielen Unwahrheiten und Anfeindungen, mit denen wir GRÜNE von vielen Seiten konfrontiert sind, war es eine noch schwerere Aufgabe.
2. Um den Kriesen unserer Zeit zu begegnen braucht es starke GRÜNE. Deshalb sind wir dankbar, dass der Bundesvorstand die Verantwortung für die schlechten Wahlergebnisse im Osten Deutschlands übernommen hat. Auch das ist heutzutage nicht selbstverständlich und zeigt, wie wichtig dem Bundesvorstand die Zukunft der GRÜNEN Partei aber vor allem die Ziele der GRÜNEN Partei sind.
Der Rücktritt des Bundesvorstands ein Jahr vor der Bundestagswahl macht den Weg für neue Gesichter, die die Partei aus der Krise führen. Der neue Bundesvorstand wird vor gewaltigen Herausforderungen stehen und bei der Bundestagswahl im kommenden Jahr den wohl schwierigsten Wahlkampf in der deutschen Nachkriegsgeschichte führen müssen.
3. Anders als in anderen Teilen Deutschlands sind wir in Münster als GRÜNE auch deshalb erfolgreich, weil wir als GRÜNE fest in der Stadtgesellschaft verankert sind. Wir haben in Münster mehr Mitglieder als es in ganz Thüringen gibt. Die Menschen kennen uns durch unsere erfolgreiche Arbeit um Stadtrat und unserer Abgeordneter. Es gibt viele Organisationen und Menschen in Münster, die einen GRÜNEN Lebensstil leben und auch für andere Menschen möglich machen wollen, so dass wir von einer breiten Basis getragen werden und Vorurteile gegen uns nicht so schnell verfangen. Und: die Menschen in Münster glauben nicht alles, was sie über uns im Internet lesen oder hören. Auch das hilft uns enorm.
4. Der neue Bundesvorstand muss einerseits zeigen, wofür wir als GRÜNE grundsätzlich stehen und erklären, warum wir in der Koalition Kompromisse machen müssen und auf der anderen Seite muss er Menschen, die uns bereits gewählt haben und uns nun skeptisch gegenüber stehen, zurückgewinnen. Klar ist: die Leute wollen uns kämpfen sehen und das sollten wir als GRÜNE jetzt auch tun, denn es steht viel auf dem Spiel. Wir haben das Personal dafür und werden es beim kommenden Parteitag in Wiesbaden Mitte November auch finden.
Kommentar verfassen