Ein Verein will mehr – Besuch bei DJK Wacker Mecklenbeck

Zum Wahlkreis Albachten gehört auch ein Teil von Mecklenbeck – umso mehr hat es mich gefreut, gemeinsam mit Michael Fiege, dem GRÜNEN Direktkandidaten für Mecklenbeck, sowie Pegah Edalatian und Rainer Bode den DJK Wacker Mecklenbeck besuchen zu dürfen. Der Verein beeindruckt mit einem großen Einzugsgebiet, ambitionierten Plänen und einem klaren Fokus: insbesondere im Frauenfußball möchte er richtig durchstarten – absolut am Puls der Zeit.

Der DJK Wacker Mecklenbeck erfreut sich eines stetig wachsenden Zulaufs – insbesondere im Frauen- und Mädchenfußball. Diese erfreuliche Entwicklung bringt allerdings auch Herausforderungen mit sich: Die vorhandenen Trainingszeiten und Spielflächen stoßen zunehmend an ihre Grenzen, vor allem wenn mehrere Mannschaften gleichzeitig aktiv sind. Hinzu kommt, dass Teile der Sportanlage modernisierungsbedürftig sind, um den Anforderungen eines wachsenden und ambitionierten Vereins gerecht zu werden.

Auch die Nutzung öffentlicher Förderprogramme stellt eine Herausforderung dar – sie müssen nicht nur beantragt, sondern auch personell begleitet und umgesetzt werden, was zusätzliche Kapazitäten erfordert. In einem Verein mit einem großen Einzugsgebiet und wachsender gesellschaftlicher Vielfalt stellt sich außerdem die wichtige Aufgabe, alle sozialen Gruppen einzubeziehen und Teilhabe aktiv zu fördern.

Gerade mit Blick auf den Frauenfußball, in dem Wacker Mecklenbeck ambitionierte Ziele verfolgt, wird deutlich: Es braucht mehr als sportliches Talent – gefragt ist eine durchgängige, gut strukturierte Förderung vom Nachwuchs- bis in den Erwachsenenbereich. Gleichzeitig steht der Verein in einem wachsenden Wettbewerb mit anderen Clubs, die ebenfalls gezielt in den Frauenfußball investieren.

Meine Meinung: Sportvereine wie DJK Wacker Mecklenbeck sind wichtige gesellschaftliche Orte, in denen Demokratiebildung, Teilhabe und Vielfalt ganz praktisch erfahrbar werden können. Ich habe deshalb dem Verein vorgeschlagen, demokratiepolitische Aspekte stärker einzubinden. Das passt nicht nur zur Wertebasis der GRÜNEN, sondern auch zur heutigen Erwartung an Vereine als soziale Akteure.

Sportvereine wie der DJK Wacker Mecklenbeck leisten schon heute weit mehr als sportliche Arbeit: Sie sind wichtige Orte des gesellschaftlichen Miteinanders und erreichen Zielgruppen, die klassische politische Bildungsangebote oft nur schwer ansprechen – darunter Kinder, Jugendliche, Familien oder Menschen mit Einwanderungsgeschichte. Gerade in Zeiten zunehmender Polarisierung, gezielter Desinformation und wachsendem Misstrauen gegenüber demokratischen Institutionen braucht es solche Alltagsorte, an denen Respekt, Mitbestimmung und Vielfalt ganz selbstverständlich gelebt werden.

Auch für die Vereine selbst bietet das Chancen: Wer sich offen, demokratisch und klar gegen Diskriminierung positioniert, wird für neue Mitglieder attraktiver und stellt sich zukunftsfähig auf. Ebenso sinnvoll ist es, Partizipationsmöglichkeiten innerhalb des Vereins zu stärken – etwa durch Jugendsprecher*innen, Mitgliederbefragungen oder Beteiligungsformate für Eltern und Ehrenamtliche. Auf diese Weise wird der Verein nicht nur sportlich, sondern auch gesellschaftlich zu einem echten Vorbild.

Ich freue mich auf den weiteren Austausch mit Wacker und vielen weiteren Vereinen.

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