Was haben Erich Kästner, Paul Maar, Michael Ende, Cornelia Funke, Astrid Lindgren, J.R.R. Tolkien, Mark Twain und Marc-Uwe Kling gemeinsam? Genau! Sie sind Kinderbuchautor*innen!
Und jetzt mal ehrlich: Man kann politisch diskutieren, besonders bei Wahlen. Aber sollte man sich dabei nicht gegenseitig runtermachen, oder? Genau das ist bei uns in Münster passiert, als die CDU mit Friedrich Merz ihren Wahlkampf eröffnet hat.
In seiner Rede hat er Robert Habeck als „Kinderbuchautor“ bezeichnet – und das klang nicht gerade respektvoll. Auf x schrieb er auch schon mal was Ähnliches. #Bullerbü.
Was mich dabei wirklich stört, ist diese Herabsetzung des Berufs „Kinderbuchautor*in“. Denn dieser Beruf ist extrem wertvoll! Ich liebe Kinderbücher und lese meinem Kind echt gerne daraus vor. Vor kurzem habe ich sogar wegen eines Kinderbuchs geweint. So sehr hat es mich berührt.
Man sollte mal überlegen, was Kinderbuchautor*innen alles leisten:
- Sie nehmen Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung ernst.
- Sie geben ihnen Zugang zu Büchern und wichtigen Themen.
- Sie müssen die komplexesten Fragen auf spannende Weise aufbereiten.
- Ihre Werke prägen die Entwicklung der Kinder – eine riesige Verantwortung! ?
- Sie sind Vorbilder in Sprache und Ausdruck.
- Und sie helfen, abstrakte Themen wie Demokratie und Gleichberechtigung zu verstehen.
Der Beruf „Kinderbuchautor*in“ sollte nicht abfällig verwendet werden. Besser wäre es einfach mal an alle Kinderbuchautor*innen „Danke!“ zu sagen. Danke für die wertvolle Arbeit, die sie leisten!
Gerade Robert Habeck hat auf den Ausfall von Friedrich Merz, wie ich finde, passend geantwortet. Er sagte: „Wer Kinderbuchautoren nicht mag, der mag auch keine Kinder. […] Ein paar Leute sollten ihre Sprache mal überdenken.“
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