Unter Zeitdruck: machen, was zählt!

Meine Rede anlässlich des Unternehmer*innenlunchs der GRÜNEN in Münster am 2. Dezember 2023.

Hallo und herzlich willkommen zum Unternehmer*innen-Lunch der GRÜNEN in Münster, herzlich willkommen insbesondere an die NRW-Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie, Mona Neubauer, schön, dass du da bist!

Das sie alle heute da sind, Sie, die Sie ganz unterschiedliche Unternehmen repräsentieren. Das ehrt uns. Dass Sie sich die Zeit nehmen, heute hier zu sein, denn Zeit ist, das wissen Sie als Unternehmer*innen nur zu gut, ein knappes Gut.

Mir wurde einmal gesagt, ein guter Redner findet Gemeinsamkeiten mit seinem Publikum. Und ich finde, das haben wir als Politiker*innen mit Ihnen als Unternehmer*innen gemeinsam: dass unsere Zeit knapp bemessen ist, wir oft in Meetings sitzen und gefordert sind, mit unserer Zeit sinnvoll und effizient umzugehen.

Personaleffizienz, Ressourceneffizienz, Zeiteffizienz. Zeiteffizienz ist wichtig, weil sonst redet man viel, entscheidet und handelt aber wenig. Und am Ende des Tages will man ja auch mal wieder nach Hause zu seinen Lieben, zur Familie, zu Freund*innen – und das gerne hin und wieder mal auch mal früher als sonst.

Da habe ich einen Tipp für sie, denn sie mal in einer Sitzung gerne ausprobieren können. Nämlich, dass Sie mit Gebärdensprache ihre Haltung zum Gesagten, symbolisch ausdrücken. Das ist bei manchen Gruppen – und manchmal auch bei uns Grünen – Teil der Sitzungskultur.

Hände wedeln bedeutet Applaus, also Zustimmung. Hängende Hände, die geschüttelt werden, bedeutet Ablehnung. Mein Lieblingszeichen ist das hier: beide Zeigefinger zeigen auf einen gemeinsamen Punkt in der Mitte des Oberkörpert.

Das funktioniert insbesondere dann, wenn ein*e Redner*in inhaltlich auf der Stelle tritt. Das bedeutet nämlich „Komm‘ bitte zum Punkt“. Sie können sich vorstellen, dass das wirkt, wenn Sie vorne stehen, eine Rede halten und einige im Publukum machen dieses Zeichen. Eine solche Intervention ist manchmal notwendig, weil Zeit, ist ein knappes Gut. Sie als Unternehmer*innen und Entscheider*innen wissen das.

Als Unternehmer*innen und als Politiker*innen müssen wir täglich entscheiden, mit wem wir sprechen, wem wir zuhören, wo wir unsere Energie und Lebenszeit invesitieren, um alltäglich konkrete Probleme zu lösen und die Welt ein bischen besser zu machen.

Verantwortung zu übernehmen, bedeutet, Prioritäten zu setzen. Effizient zu sein. Zielgerichtet zu sein. Fokusiert zu sein. Management, Ressourchenmobilisierung. Das Beste aus dem zu machen, was man hat. Machen, was zählt!

Wir leben in einer krisenbehafteten Zeit. Zum Beispeil in einer Zeit der zunehmenden Klimakrise. Da ist der Zeitdruck auch groß, gerade weil sich halt ein Problem nicht löst, wenn man nichts tut, sondern sich nur verschlimmert.

Wir müssen also machen, was zählt. Und das schnell. Und ich freue mich sehr, dass sie heute da sind, und mit uns darüber sprechen möchten, wie das auch passieren kann. Im Jahr 2024 ist Europaparlamentswahl. Und gerade jetzt braucht Europa Verbündete. Verbündete gegen den Rechtspopulismus, Verbündete gegen die Klimakrise, Verbündete für die großen gesamtgesellschaftlichen Aufgaben, die noch vor uns liegen.

Aber die Diskussion über die größe Transformation werde heute nicht ich moderieren, sondern jemand, der schon aufgrund seines Lebenslaufs beweist, dass er verstanden hat, was Prioritäten setzen und Zeiteffizienz heißt, sonst könnte er gar nicht schaffen, was er aktuell leistet.

Er hat zwei Jobs und Familie. Hat Europa als Opernsänger schon viel bereist und trägt es deshalb im Herzen. Und er weiß, was verantwortliches Handeln bedeutet, denn er ist auch Oberarzt am Univeristätsklinikum Münster. Und er hat es mit einer bewundernswerten Zielstrebigkeit und Effizienz geschafft, auf der Bundesdelegiertenkonferens der GRÜNEN einen beachtlichen Erfolg zu erzielen, nämlich einen guten Listenplatz bei der Europaparlamentswahl. Ich überlasse jetzt gerne die Bühne, Dr. Philipp Mathman.

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