
Schließlich habe ich nach einigen Telefonaten und Internetrecherchen ein Antragsentwurf verfasst und nach Absprache mit der GRÜNEN AG Ökologie, Nachhaltigkeit, Wirtschaft und Finanzen und der Vereinigung ElternGRÜN an die GRÜNE Fraktion im Stadtrat von Münster weitergegeben.
Es freut mich total, dass der Antrag nun überarbeitet und nun auch von SPD und Volt (mit denen die GRÜNEN im Stadtrat koalieren) unterstützt in den Rat der Stadt Münster eingereicht worden ist. Wie wird der Antrag die Spielplätze in Münster verändern? Auf das Kinder, die ja nichts für die Klimakrise können, weiter auf Kinderspielplätzen spielen und gemeinsam mit ihren Familien Spaß haben können!
Hier der Antrag im Wortlaut (Link)
Der Rat möge beschließen:
1. Die Stadtverwaltung wird damit beauftragt, Kriterien für klimaresiliente Kinderspielplätze auszuarbeiten und die Kinderspielplätze im Stadtgebiet in Kooperation mit den Bezirksvertretungen entsprechend anzupassen. Dies gilt auch für Neuplanungen sowie geplante Sanierungen. Das Thema klimaangepasste Kinderspielplätze wird in den Hitzeaktionsplan aufgenommen. Der Kriterienkatalog soll auch im Sinne der Inklusion gemeinsam mit dem Antrag A-R/0066/2022 „Spielplätze inklusiv und barrierefrei gestalten – gemeinsames Spielen für Kinder mit und ohne Behinderung ermöglichen und fördern“ entwickelt und umgesetzt werden.
2. Die Maßnahmen sind dabei derart umzusetzen, dass Kinder und deren Begleitung vor den Auswirkungen hoher Sonneneinstrahlung und Hitze geschützt sind und die Plätze ganztägig und ganzjährig nutzbar sind. Dazu werden vor allem naturnahe Elemente, schattenliefernde Bepflanzung und entsiegelte Flächen eingesetzt („naturnahe Spielplätze“).
3. Es ist auch zu prüfen, inwiefern Wasserspielbereiche eingeplant werden können.
der Spielplätze beauftragt.
5. Die Bezirksvertretungen, die Bedarf an entsprechenden Umbaumaßnahmen haben, werden finanziell so unterstützt, dass die Klimaanpassung von Kinderspielplätzen umgesetzt werden kann.
6. Die Verwaltung wird beauftragt, mögliche Förderprogramme zu identifizieren und
ggf. Fördermittel zu akquirieren.
Begründung:
Unter anderem die Hitzeprävention auf Kinderspielplätzen rückt hier in den Fokus. Denn
auf zahlreichen Spielplätzen in Münster fehlt ein geeigneter Hitzeschutz. Oft mangelt es
an Bäumen oder Sonnensegeln, die Schatten spenden und für kühle Luft sorgen. Rutschen und weitere Spielgeräte sind in der Regel aus Metall, das durch Sonneneinstrahlung erhitzt und so unbespielbar wird. Insbesondere an Hitzetagen werden so viele Spielplätze im Stadtgebiet wortwörtlich zu „Hotspots“. Kinder und deren Begleitung werden so enorm gefährdet und den Risiken Überhitzung, Sonnenbrand, Dehydrierung, Verbrennung an Spielgeräten ausgesetzt. Insbesondere für die Kleinsten besteht ohne ausreichenden Sonnen- und Hitzeschutz langfristig ein erhöhtes Hautkrebsrisiko.
Die Maßnahmen sind so zu treffen, dass der Verlust von Aufenthaltsqualität auf Spielplätzen in Zeiten der Klimakrise weitgehend reduziert werden kann. Hierfür wünschen wir uns einen Kriterienkatalog, so dass klar ist, was qualitativ hochwertige Klimaanpassung im Kontext Kinderspielplätze bedeutet. Spielplätze, die für Familien ohne eigenen Garten nochmal einen besonderen Stellenwert haben, sollten zugängig bleiben, damit Kinder auch unabhängig vom Einkommen der Familie draußen spielen können. Solche Aufenthaltsräume sind schützenswert und sollten so auch behandelt werden. Da die Bezirksvertretungen maßgeblich für Kinderspielplätze zuständig sind, sind sie finanziell so zu unterstützen, dass die erforderlichen Umbaumaßnahmen geleistet werden können und wirken.

