V-20: Tierschutzmaßnahmen ergreifen bei Schlachtung und Transport (hart gekürzt)

Antragsteller: BAG Tierschutzpolitik (beschlossen am: 17.08.2019)

Hier geht es zum Originaltext.

Hier nun hart gekürzt.

Ab Zeile 11: Um den unerträglichen Zuständen bei Transporten innerhalb der EU, aber auch über die Außengrenzen der EU hinweg, dennoch schnellstmöglich ein Ende zu setzen, fordern wir:

eine Pflicht, die Tiere zum nächstgelegenen Schlachthof zu bringen

eine umfassende Neuregelung der Transportbedingungen, darunter ambitionierte
Vorschriften zur Beladungsdichte, Decken-/Käfighöhe, Belüftung und Klimatisierung
sowie eine Begrenzung der maximalen Transportzeit für Tiere innerhalb der EU vom
Versandort zum Bestimmungsort auf vier Stunden (sechs Stunden inklusive Be- und
Entladezeiten)

regelmäßige Fort- und Weiterbildung der mit dem Transport betrauten Personen

ein Verbot von Transporten nicht-entwöhnter Tiere

keine Lebendexporte von Tieren (insbesondere zur Zucht, Mast, Schlachtung) in Länder
außerhalb der EU (mit Ausnahme der Schweiz, Liechtenstein und Norwegen) mehr zulassen,
weil dort keine Kontrollen mehr möglich sind

Zur Durchsetzung fordern wir:

die Implementierung eines besseren Kontrollsystems

dafür mehr Personal und bessere Qualifizierung in den zuständigen Behörden

gemeinsame Kontrollgruppen von Polizei und Veterinärämtern und bessere Zusammenarbeit
mit den Staatsanwaltschaften bzw. Ordnungsbehörden

eine Vereinheitlichung des Verwaltungshandelns

Für die Umsetzung bedarf es neuer gesetzlicher Regelungen auf Bundes- und EU-Ebene und
entsprechender Erlasse in den Bundesländern.

Ab Zeile 64: Um das Leid der Tiere bei der Schlachtung zu mindern, fordern wir:

Ende der Akkordschlachtung. Mitarbeiter*innen dürfen nicht unter Zeitdruck Tiere
betäuben und töten.

Förderung von Weideschlachtung, mobiler und dezentraler regionaler Schlachtung.

Erfassung von Tierschutzindikatoren durch die zuständigen amtlichen Veterinär*innen am
Schlachthof und Speicherung in einer zentralen Datenbank mit regelmäßiger Mitteilung
von Auffälligkeiten an den Herkunftsbetrieb sowie an die Veterinärbehörde.

Die Entwicklung und zwingende Implementierung von Kontrollverfahren, die
gewährleisten, dass kein Tier seinen Schlachtprozess bei Bewusstsein erleben muss und
ohne Betäubung weiterverarbeitet wird.

Verbot von CO2 als Betäubungsgas. In den großen Schlachthöfen wird derzeit zur
Betäubung von Schweinen und Geflügel Kohlendioxid angewendet. Dies führt während der
Betäubungsphase zu Erstickungssymptomen, Todesängsten, Abwehr- und Fluchtverhalten bei
den Tieren.

Regelmäßige Qualifikation, Schulung und Weiterbildung sowie Monitoring des physischen
und psychischen Gesundheitszustandes der Schlachthofmitarbeiter*innen durch externe
Fachleute.

Auskömmliche finanzielle und personelle Ausstattung der Veterinärämter und regelmäßige
Fortbildungen der amtlichen Tierärzt*innen zu tierschutzrelevanten Fragestellungen.

Räumliche Trennung der Veterinärbehörde und des Schlachthofs, um die unabhängige
Arbeit der Mitarbeiter*innen der Veterinärbehörden zu gewährleisten.

Umbau der Schlachthöfe für verbesserte Unterbringung und Treibwege der Tiere. Wartende
Tiere sollen die Tötung der Artgenossen weder sehen noch hören können.

Zwingende, lückenlose Videoüberwachung am Schlachthof mit Kontrolle von unabhängiger
Stelle und Möglichkeit der Einsichtnahme.

Verbot des betäubungslosen Schlachtens ohne Ausnahmemöglichkeit.

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